Nicht alle schrumpfen: Uferschwalben werden größer

Neuer Artikel in Ibis zu Körpermasse und Flügellänge über zwei Jahrzehnte

Viele Vogelarten werden mit der Klimaerwärmung kleiner — aber nicht alle.

In unserem neuen Artikel in Ibis zeigen Aldo Tamietti und ich, dass eine Uferschwalbenpopulation (Riparia riparia), die im Nordwesten Italiens brütet, über mehr als zwei Jahrzehnte standardisierter Erfassung sowohl an Körpermasse als auch an Flügellänge zugenommen hat. Das ist das genaue Gegenteil des viel zitierten Musters der „schrumpfenden Vögel".

Das Ergebnis erinnert uns daran, dass das globale Bild aus sehr unterschiedlichen lokalen Geschichten besteht und dass langfristige, standardisierte Datensätze — oft von Beringer·innen und kleinen ornithologischen Stationen gepflegt — entscheidend sind, um diese Geschichten vom Hintergrundrauschen zu trennen.

🔗 Den Artikel lesen: Masoero & Tamietti (2025), Ibis, DOI 10.1111/ibi.70020.

Daten und Analyseskripte archiviert beim Open Science Framework.

Giulia Masoero
Giulia Masoero
Postdoktorandin — Schweizerische Vogelwarte

Ökologin mit Schwerpunkt Klimawandel, individuelle Langzeitdatensätze und Vögel — mit besonderer Vorliebe für Segler.

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